Kirchenentwicklung

Raus aus den Kirchenmauern

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FRANKFURT/HOCHTAUNUS. - Wie kommt das Neue in die Welt der Pfarreien, Fachstellen und Einrichtungen? Gar nicht so einfach, Neues zu entwickeln, wenn die Zeit in der Alltagsroutine dafür oft zu fehlen scheint.  Dass es sich lohnt, eigene pastoral innovative Ideen einmal anderen Kolleginnen und Kollegen vorzustellen und  gemeinsam mit …

Exkursion nach Köln

Das Kölner Original Pfarrer Franz Meurer provoziert mit Aussagen wie "Hierarchie in der Kirche ist völlig krank". Seit 25 Jahren ist er Pfarrer in Köln-Vingst und Höhenberg, initiierte zahlreiche Hilfsprojekte für die Menschen in seiner Pfarrei. Wir durften ihn auf einem Rundgang durch "sein Veedel" begleiten. Wir haben oft geschmunzelt und sind ins Nachdenken gekommen. Was sind Eure Reaktionen?

Kursangebote

Charismenförderung

Die Chance ist groß, eine Aufgabe zu  finden, die Freude macht, wenn am Anfang die Fragen stehen: Was interessiert mich? Was kann ich gut? Eigene Talente zu  finden und einzubringen macht glücklich. Wenn ich meine Talente im Engagement für andere einbringen kann, bin ich als Christ aktiv am Aufbau des Reiches Gottes beteiligt. Das kann innerhalb der Gemeinde- und der Pfarreiarbeit, in der Politik, der Nachbarschaft oder im gesellschaftlichen Engagement sein.

 

 

Damit Talente und Charismen ins Spiel kommen können, braucht es gute Rahmenbedingungen, Gelegenheiten und Anleitung. Unterstützen können verschiedene Kursmaterialien, die sich an unterschiedliche Zielgruppen wenden und vielseitige Möglichkeiten des Zugangs bieten. Lernen Sie von Erfahrungen aus Deutschland, Großbritannien und den USA, was förderlich sein kann, damit Menschen sich mit Ihren Begabungen einbringen können.

Den Flyer mit weiteren Kursangeboten können Sie hier downloaden.

Buchbesprechung

Wenn nicht hier, wo sonst? Kirche gründlich anders

Wie kann Kirche nicht nur für die Menschen, sondern mit den Menschen sein, Teil der Lebenswelt der Menschen, die zu einem großen Teil weit weg sind von Kirche? Pfr. Franz Meurer und Peter Otten erzählen kurzweilig und mit kölschem Charme wie dies in den beiden benachbarten Kölner Stadtvierteln Höhenberg und Vingst – kurz „HöVi“ - gelingt.

Ohne Ausgrenzung und mit der Absicht Menschen zu Beteiligten zu machen, ihnen Autorität zu geben und sie zu ermächtigen gerade weil sie sich in der Gesellschaft  eher als ausgegrenzt erfahren, stellen sie die Pastoral in St Theodor und St. Elisabeth vor. Was Menschen im Viertel täglich erleben, wenn sie arbeiten, einkaufen oder ihre Freunde besuchen, wenn sie sich lieben, streiten und versöhnen – all das hat in der Kirche, vor Gott und in der Gemeinde Platz, angefangen beim Kirchenbau, der die Alltagswelt einlässt, über die Angebote, die allen grundsätzlich kostenlos zur Verfügung stehen oder über beispielsweise die Unterstützung durch „Paten“, die junge Menschen fördern.

Netzwerke, Nähe, Bereitschaft zur Begegnung, Vertrauen sind Grundfaktoren einer lebensnahen und lebensbejahenden Pastoral, in der Kirche ein öffentlicher Raum ist, in dem jeder seinen Beitrag leisten kann.

Jacqueline Schlesinger

Franz Meurer, Peter Otten: Wenn nicht hier wo sonst - Gütersloher Verlagshaus; 2. Auflage: (21. März 2011), 192 Seiten

Im Brennpunkt der Gesellschaft

Schwester Dr.Maria Goetzens setzt sich in der Frankfurter Straßenambulanz für Wohnungslose ein. Sie ist missionsärztliche Schwester und geht mitten hinein in die Brennpunkte der Gesellschaft. Sie tut dies aus einer ganz bestimmten Motivation heraus.

Exkursion nach Zürich

Wer hat´s erfunden? Die Schweizer? Nein! Aber eine 25-köpfige Gruppe aus Ehren- und Hauptamtlichen schaut sich in den kommenden drei Tagen an, wie Lokale Kirchenentwicklung in Zürich umgesetzt und gelebt wird, um davon zu lernen und weiterzugeben. Was für Erwartungen haben die Teilnehmer an diese Exkursion?

Weitere Videos der Exkursion finden Sie hier.

Projekt: Straßenkreuzer

Straßenkreuzer heißt das rollende Café der Pfarrei St. Ursula in Oberursel. Das Motordreirad mit integrierter Café-Bar ist ein  mobiler Begegnungsort und immer dort unterwegs, wo es Gelegenheit gibt bei einer Tasse Kaffee mit Menschen ins Gespräch zu kommen.

Projekt: Kirche im Grünen

Ein Paradies nicht nur für Kinder wächst auf dem Gelände einer alten Gärtnerei in Frankfurt. Seit mehreren Jahren arbeiten Engagierte aus dem Pastoralen Raum Höchst an dem innovativen Familien-Projekt "Kirche im Grünen".

Meldungen

Ohne Nachhaltigkeit ist alles für die Katz‘

Exkursion von Pastoral im Netzwerk nach Köln

Ausloten, vermessen und einfach tun

Werkstattgespräch zur Diakonischen Pastoral

Kirche im Grünen

In Frankfurt-Höchst wächst um eine Weidenkirche ein Abenteuergelände für Familien

Pressemitteilung Bistum Limburg

Guck mal, die Sing-Oma!

Fachverband stellt Beispiele von Kirchenentwicklung in Kitas vor

Buchbesprechung

Kirche steht Kopf!

Gerade gedenken wir der Reformation vor 500 Jahren, mit deren Wirkungen wir uns noch auseinander setzen, da ist der Christian Hennecke, Seelsorgeamtsleiter im Bistum Hildesheim, schon unterwegs zur nächsten Reformation. 

Worum geht es?

Hennecke möchte Orientierung in kirchlichen Umbruchzeiten geben. Er ist davon überzeugt, dass sich Kirche in einem Transformationsprozess befindet, der es in sich hat. Das bisherige Bild von Kirche  steht dabei mitunter Kopf. Aber den brauchen wir nicht in den Sand zu stecken, ist Hennecke überzeugt. Er nimmt uns mit auf seine Streifzüge: In die Gedankenwelt kirchlicher Visionäre oder des Zweiten Vatikanischen Konzils. Eigene Erfahrungen mit Aufbrüchen in anderen Ortskirchen inspirieren ihn ebenso wie – weit über den innerkatholischen Horizont hinaus – Praxisbeispiele und Entwicklungen im deutschen oder europäisch-nordamerikanischen Kontext. Aus all dem fügt er mosaikartig ein Bild zusammen, das die großen Linien und Themen erkennbar werden lässt, wie Kirche seiner Überzeugung nach heute Gestalt gewinnt: „Es geht nicht um Selbsterhalt, sondern um einen Aufbruch in die Welt von heute, um das Evangelium zu bezeugen.“   Wer andere Bücher des Autors kennt, wird vieles wiedererkennen.

Wie ist das Buch geschrieben?

Das Lesen fällt nicht immer leicht. Der Buchrücken verspricht ein „pastorales Tagebuch mit biographischer Prägung“. Das trifft es ganz gut. Tagebücher muss man mögen, um sie mit Gewinn zu lesen. Sie sind selten begrifflich auf den Punkt gebracht und systematisch. Sie kreisen um die Themen. Man muss sie auch nicht von vorne bis hinten lesen, um einen Gewinn aus ihnen zu ziehen. Aber wer sich die Mühe macht, wird belohnt:  es gibt genügend Anregungspotential, um weiter zu denken oder eigene Vorstellungen in Frage stellen zu lassen, wohin sich Kirche entwickelt. 

Für wen ist das Buch geschrieben?

Nur Menschen, die den Sprachstil von Theologen gewöhnt sind oder die sich von ihm nicht abschrecken lassen, werden zu „Kirche steht Kopf“  greifen.  Leichter lesbare „Übersetzungen“ der theologischen Inhalte stehen, trotz aller erzählenden Anteile des Buches, immer noch aus.

Pastoralwerkstatt

Dokumentation zur Pastoralwerkstatt

Die Dokumentation zum Auftakt der Lokalen Kirchenentwicklung im Bistum Limburg, der sogenannten Pastoralwerkstatt, steht ab sofort online zur Verfügung. Zu allen Foren und Themenständen sind die Rückmeldungen der Workshop-Leiter und der Teilnehmenden veröffentlicht. "Durch moderne Kommunikationsmittel und Online-Befragungen können wir das Feedback, das die Beteiligten gegeben haben, schnell und umfassend zur Verfügung stellen," sagt Tobias Steiger, verantwortlich für die Kommunikation im Kirchenentwicklungsprozess. "Ich bin froh, dass sich von den 550 Teilnehmern über 300 an der Online-Auswertung beteiligt haben. Fast 90 Prozent davon sogar mit einem schriftlichen Statement. Das zeigt auf der einen Seite, wie hoch das Interesse an der Lokalen Kirchenentwicklung ist und auf der anderen Seite, dass da viele sind, die gehört und ernst genommen werden wollen", so Steiger weiter. Die Statements sowie die Daten der Umfrage sind in einem weiteren Dokument zusammengefasst.

Die Dokumentation der Pastoralwerkstatt steht hier für Sie zum Download bereit:

Dokumentation Pastoralwerkstatt

Anhang zur Dokumentation der Pastoralwerkstatt PDF (714,84 KB)

Exkursion

"Wir machen Vieles anders"

ZÜRICH.- "Die Hausgemeinschaften, die Pfarreiwerkstatt, die Begegnung auf Augenhöhe möglich macht, die Art des Miteinanders: all das hat mich beseelt und ich hoffe, dass ich ein wenig davon in unsere Gemeinde und in die bevorstehenden Prozesse unserer lokaler Kirchenentwicklung mitnehmen kann", resümiert eine Teilnehmerin nach vier Tagen Studienfahrt zur Pfarrei Maria Lourdes in Zürich.

Regula vom Team aus Zürich erklärt der Gruppe aus dem Bistum Limburg, dass es in den Tagen nicht um Konzepte gehe, die eins zu eins kopiert werden können. Vielmehr seien Haltungen wichtig, die verinnerlicht werden müssten. "Wir machen hier halt Vieles anders", sagt sie.

Auch Petra Kunz, Susanne Trouet und Matthias Braunwarth aus dem Bezirk Main-Taunus waren neben 21 anderen mit auf dieser Exkursion und berichten auf einer eigenen Homepage von ihren Eindrücken und Erlebnissen.

Die Seite finden Sie hier.