Buchbesprechung

Kirche steht Kopf!

Gerade gedenken wir der Reformation vor 500 Jahren, mit deren Wirkungen wir uns noch auseinander setzen, da ist der Christian Hennecke, Seelsorgeamtsleiter im Bistum Hildesheim, schon unterwegs zur nächsten Reformation. 

Worum geht es?

Hennecke möchte Orientierung in kirchlichen Umbruchzeiten geben. Er ist davon überzeugt, dass sich Kirche in einem Transformationsprozess befindet, der es in sich hat. Das bisherige Bild von Kirche  steht dabei mitunter Kopf. Aber den brauchen wir nicht in den Sand zu stecken, ist Hennecke überzeugt. Er nimmt uns mit auf seine Streifzüge: In die Gedankenwelt kirchlicher Visionäre oder des Zweiten Vatikanischen Konzils. Eigene Erfahrungen mit Aufbrüchen in anderen Ortskirchen inspirieren ihn ebenso wie – weit über den innerkatholischen Horizont hinaus – Praxisbeispiele und Entwicklungen im deutschen oder europäisch-nordamerikanischen Kontext. Aus all dem fügt er mosaikartig ein Bild zusammen, das die großen Linien und Themen erkennbar werden lässt, wie Kirche seiner Überzeugung nach heute Gestalt gewinnt: „Es geht nicht um Selbsterhalt, sondern um einen Aufbruch in die Welt von heute, um das Evangelium zu bezeugen.“   Wer andere Bücher des Autors kennt, wird vieles wiedererkennen.

Wie ist das Buch geschrieben?

Das Lesen fällt nicht immer leicht. Der Buchrücken verspricht ein „pastorales Tagebuch mit biographischer Prägung“. Das trifft es ganz gut. Tagebücher muss man mögen, um sie mit Gewinn zu lesen. Sie sind selten begrifflich auf den Punkt gebracht und systematisch. Sie kreisen um die Themen. Man muss sie auch nicht von vorne bis hinten lesen, um einen Gewinn aus ihnen zu ziehen. Aber wer sich die Mühe macht, wird belohnt:  es gibt genügend Anregungspotential, um weiter zu denken oder eigene Vorstellungen in Frage stellen zu lassen, wohin sich Kirche entwickelt. 

Für wen ist das Buch geschrieben?

Nur Menschen, die den Sprachstil von Theologen gewöhnt sind oder die sich von ihm nicht abschrecken lassen, werden zu „Kirche steht Kopf“  greifen.  Leichter lesbare „Übersetzungen“ der theologischen Inhalte stehen, trotz aller erzählenden Anteile des Buches, immer noch aus.

Dialogforum

Und jetzt auch noch Charisma!

Lokale Kirchenentwicklung, Bistumsprozess, gemeinsam Kirche sein: Seit einiger Zeit sind diese Schlagworte im Bistum Limburg immer wieder zu hören.Was ist eigentlich gemeint mit dem Begriff "lokale Kirchenentwicklung" und wie ist der Stand der Entwicklung im Bistum Limburg?

Was verbirgt sich hinter Schlagworten wie "Paradigmenwechsel", "Charismenorientierung und Charismenförderung" oder "partizipative Prozesse"?Und was bedeutet dieses alles für die Kindertageseinrichtungen im Bistum Limburg? Welche Chancen und Möglichkeiten bietet "lokale Kirchenentwicklung" und wie können Sie in den Kindertageseinrichtungen zum Akteur werden?

Über diese Fragen möchten wir bei unserem Dialogform "Und jetzt auch noch Charisma?" mit Ihnen in den Austausch kommen.

Nach einführenden Informationen über den Prozess der lokalen Kirchenentwicklung im Bistum Limburg möchten wir mit Ihnen anhand ausgewählter Praxisbeispiele schauen, wie lokale Kirchenentwicklung in der Kita aussehen kann. Wir möchten mit Ihnen diskutieren, welche Möglichkeiten es gibt, sich in der Kita auf den Weg zu machen und welche Unterstützung und Begleitung Sie in den Kitas vor Ort hierfür brauchen.

Dialogforum: Und jetzt auch noch Charisma!

Summerschool

Lokale Kirchenentwicklung für Einsteiger

Die Bildung großer pastoraler Einheiten bringt die Frage mit sich, wie Kirche vor Ort ihren Auftrag neu verstehen und auf vielfältige Weise lebendig werden und bleiben kann.

Mit der Schaffung neuer Strukturen alleine ist nichts gewonnen. Es braucht eine Vorstellung davon, was Orientierung geben kann, wenn bisher Selbstverständliches nicht mehr weiter trägt. Um am Evangelium orientierte Wege lokaler Kirchenentwicklung vor Ort mit möglichst Vielen zu entdecken und zu gehen, braucht es Menschen, die einen ersten Schritt machen.

Die Summerschool "Lokale Kirchenentwicklung für Einsteiger" möchte Sie dabei unterstützen. In ihr geht es um Spiritualität, um handlungsleitende Kirchenbilder, um Haltungen und Fähigkeiten, die die Entwicklung einer auf Partizipation angelegten Kirche vor Ort voranbringen können. Dabei lernen Sie gemeinsam mit anderen, die vor ähnlichen Fragen stehen wie Sie selbst. Sie werden entdecken, wie das gemeinsame Hören auf das Wort Gottes neue Perspektiven entstehen lässt und welche Kraft von einer gemeinsam geteilten Vision ausgehen kann.

Summerschool: Lokale Kirchenentwicklung für Einsteiger

Pastoralwerkstatt

Dokumentation zur Pastoralwerkstatt

Die Dokumentation zum Auftakt der Lokalen Kirchenentwicklung im Bistum Limburg, der sogenannten Pastoralwerkstatt, steht ab sofort online zur Verfügung. Zu allen Foren und Themenständen sind die Rückmeldungen der Workshop-Leiter und der Teilnehmenden veröffentlicht. "Durch moderne Kommunikationsmittel und Online-Befragungen können wir das Feedback, das die Beteiligten gegeben haben, schnell und umfassend zur Verfügung stellen," sagt Tobias Steiger, verantwortlich für die Kommunikation im Kirchenentwicklungsprozess. "Ich bin froh, dass sich von den 550 Teilnehmern über 300 an der Online-Auswertung beteiligt haben. Fast 90 Prozent davon sogar mit einem schriftlichen Statement. Das zeigt auf der einen Seite, wie hoch das Interesse an der Lokalen Kirchenentwicklung ist und auf der anderen Seite, dass da viele sind, die gehört und ernst genommen werden wollen", so Steiger weiter. Die Statements sowie die Daten der Umfrage sind in einem weiteren Dokument zusammengefasst.

Die Dokumentation der Pastoralwerkstatt steht hier für Sie zum Download bereit:

Dokumentation Pastoralwerkstatt

Anhang zur Dokumentation der Pastoralwerkstatt PDF (714,84 KB)

Exkursion nach Zürich

Wer hat´s erfunden? Die Schweizer? Nein! Aber eine 25-köpfige Gruppe aus Ehren- und Hauptamtlichen schaut sich in den kommenden drei Tagen an, wie Lokale Kirchenentwicklung in Zürich umgesetzt und gelebt wird, um davon zu lernen und weiterzugeben. Was für Erwartungen haben die Teilnehmer an diese Exkursion?

Weitere Videos der Exkursion finden Sie hier.

Projekt: Kirche im Grünen

Ein Paradies nicht nur für Kinder wächst auf dem Gelände einer alten Gärtnerei in Frankfurt. Seit mehreren Jahren arbeiten Engagierte aus dem Pastoralen Raum Höchst an dem innovativen Familien-Projekt "Kirche im Grünen".

Exkursion

"Wir machen Vieles anders"

ZÜRICH.- "Die Hausgemeinschaften, die Pfarreiwerkstatt, die Begegnung auf Augenhöhe möglich macht, die Art des Miteinanders: all das hat mich beseelt und ich hoffe, dass ich ein wenig davon in unsere Gemeinde und in die bevorstehenden Prozesse unserer lokaler Kirchenentwicklung mitnehmen kann", resümiert eine Teilnehmerin nach vier Tagen Studienfahrt zur Pfarrei Maria Lourdes in Zürich.

Regula vom Team aus Zürich erklärt der Gruppe aus dem Bistum Limburg, dass es in den Tagen nicht um Konzepte gehe, die eins zu eins kopiert werden können. Vielmehr seien Haltungen wichtig, die verinnerlicht werden müssten. "Wir machen hier halt Vieles anders", sagt sie.

Auch Petra Kunz, Susanne Trouet und Matthias Braunwarth aus dem Bezirk Main-Taunus waren neben 21 anderen mit auf dieser Exkursion und berichten auf einer eigenen Homepage von ihren Eindrücken und Erlebnissen.

Die Seite finden Sie hier.

Meldungen

Ausloten, vermessen und einfach tun

Werkstattgespräch zur Diakonischen Pastoral

Kirche im Grünen

In Frankfurt-Höchst wächst um eine Weidenkirche ein Abenteuergelände für Familien

Pressemitteilung Bistum Limburg

Guck mal, die Sing-Oma!

Fachverband stellt Beispiele von Kirchenentwicklung in Kitas vor

Aufbrüche im Großen und Kleinen

Herbstausgabe der "Pfarrei neuen Typs_Aktuell" als Download