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Beteiligung aller ist ein Grundmoment
Beteiligung aller ist ein Grundmoment

Beteiligung aller ist ein Grundmoment

LIMBURG.- Rund um das Thema Ehrenamt ging es bei "Beteiligung ermöglichen - Talente und Charismen entdecken und fördern" am Freitag, 29. September, im Limburger Priesterseminar. Gemeinsam stellten Birgit Henseler und Jacqueline Schlesinger vom Team Kirchenentwicklung den 50 haupt- und ehrenamtlich Engagierten künftige Erkundungsprojekte im Bereich Ehrenamtsförderung vor.

Jeder Mensch besitzt ein Charisma

"Beteiligung aller ist ja ein Grundmoment überhaupt, wenn man Kirche von Taufe und Firmung her versteht", begrüßte Johannes Weuthen, kommissarischer Dezernent Pastorale Dienste im Bischöflichen Ordinariat. Birgit Henseler erläuterte des Konzept der Charismenentwicklung: "Jeder Getaufte baut die Kirche mit auf. Mit unterschiedlichen Aufgaben und an unterschiedlichen Orten." Dazu sei jedem Menschen ein besonderes Charisma, eine Geistesgabe, geschenkt. Es sei doch wichtig, herauszufinden, welche Gabe dies sei. "Gott teilt zu, ich suche mir mein Charisma nicht aus", so Henseler.

Gregor Lauenburger, Schulseelsorger im Bistum Essen, berichtete von einem Experiment, das seine Heimatpfarrei gewagt habe: Nach einem Charismen-Kurs habe die Pfarrei alle Gremien für eine Legislaturperiode nach ebendiesen Charismen organisiert. "Das war ein sehr ungewöhnliches Bild, wenn man die Tradition betrachtet", so Lauenburger. Doch gerade diese Zeit sei auch "sehr produktiv" gewesen. Ähnliches berichtete Marion Schroeder aus der Pfarrei in Dillenburg.

Michael Götz, Referent Gemeindecaritas beim Diözesancaritasverband, warf einen Blick auf die Herausforderungen an Ehrenamtliche und die Veränderung des ehrenamtlichen Engagements. "Ob Ehrenamt funktioniert, liegt am Verhältnis zum Hauptamt", so Götz Zudem sei es oftmals so, dass Menschen heute keine dauerhaften Verpflichtungen im Ehrenamt eingehen wollen, sondern eher projektbezogen zu gewinnen seien.

Erkundungsprojekte als Baustein von Kirchenentwicklung

Henseler stellte mögliche Erkundungsprojekte vor. Hier können Pfarreien oder andere Orte kirchlichen Lebens, wie Schulen, Kindergärten oder auch Initiativen Charismenförderung in der Praxis erproben. Dadurch soll nicht nur der persönliche Glaubensweg des Einzelnen gestärkt werden, sondern auch Räume eröffnet und Engagement unterstützt werden. Henseler rief dazu auf, "es einfach mal auszuprobieren und es zu riskieren. Und hinterfragen: Sind alle diese Dinge, die wir bisher machen, wirklich wichtig?"

Weitere Informationen unter www.kirchenentwicklung.bistumlimburg.de oder per Email: b.henseler@bistumbistumlimburglimburg.de