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Caritas in der Kirchenentwicklung
Caritas in der Kirchenentwicklung

Caritas in der Kirchenentwicklung

Am 24.11.2017 fand die 10. Sitzung des Bezirkssynodalrates (BSR) Main-Taunus in der Aula des Vincenzhauses in Hofheim statt. Nach dem Leitgedanken "mit einer Offenheit sehen lernen, was an sozialen Herausforderungen und Chancen das aktuelle Leben der Menschen im Main-Taunus prägt" beschäftigt sich der Bezirkssynodalrat im Bezirk Main-Taunus seit einem Jahr schwerpunktmäßig mit der Kirchenentwicklung im Bezirk Main-Taunus.

Dabei wurde der Bezirkssynodalrat auf die Herausforderungen von Spielsüchtigen im Main-Taunus aufmerksam. In seiner Klausur hat das Gremium die Chancen und Grundhaltungen eines sozialräumlichen Wirkens von Kirche kennengelernt. Dabei erfasste die MandatsträgerInnen "ein Kribbeln" angesichts wahrgenommener Optionen und Chancen von Kirche, in der Begegnung mit Menschen neu entdecken zu können, wofür "Kirche im Main-Taunus" heute unersetzbar und wichtig ist. "Es ist erfrischend zu sehen, wieviel Energie die Hinwendung zu den Anliegen der Menschen auch im Bereich synodaler Mitwirkung freisetzt", so fasst Bezirksreferent des Katholischen Bezirksbüros Main-Taunus, Dr. Matthias Braunwarth, die Stimmung und Dynamik der Klausur zusammen.

Wichtige Bedeutung für die Kirchenentwicklung

"Die Klausur hat gezeigt, dass der Bezirkssynodalrat wahrnimmt, welch wichtige Bedeutung die Caritas für die Kirchenentwicklung hat. Dann wenn die Kirche diakonisch unterwegs ist, erfüllt sie ihren Markenkern. Wie es in Matthäus 25 beschrieben ist: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Es geht um einen Perspektivwechsel im Sinne der biblischen Geschichte des blinden Bartimäus: "Was willst du, das ich dir tun soll?". Es geht darum, erst die Menschen zu fragen, was zu tun ist, damit wir wissen, was zu tun ist. Für wen und für was sind wir, als Kirche, da? Vor Ort und im Caritasverband passiert viel, aber auch blinde Flecken und Ratlosigkeit und Realität begegnet uns", so der Geschäftsführer des Caritasverbandes Main-Taunus e. V., Torsten Gunnemann.

Hintergrund:

Neben der Außenorientierung auf Gesellschaft hin beschäftigt die Mitglieder des Bezirkssynodalrates auch die Frage, was Kirchenentwicklung an Veränderungspotential für dieses Gremium selbst und die "Kirche im Main-Taunus" bedeuten kann. In großer persönlicher Offenheit teilen die MandatsträgerInnen bei den Treffen ihren Glauben, beten und tauschen sie ihre geistlichen Erfahrungen miteinander aus. So kommen die Gremienmitglieder der Überzeugung auf die Spur, dass "das eigene Kribbeln, dem Kribbeln Gottes" angesichts der Freude und Hoffnung, der Trauer und Angst der Menschen von heute entspricht.

Julia Fischer